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WebSite Jan Stetter: Kendo, Aikido, Geschichte, Rollenspiele (StarWars, Mutant Chronicles,
Das Schwarze Auge, 7te See, Agone), Maeuse und Studium (Politik, Antike, Geschichte, Tutorium) |
die kendo - etikette
"Kendo beginnt mit der Begrüßung und endet mit dem Abgrüßen."
Entsprechend muß auch die Kendo-Etikette befolgt werden, nicht allein aus traditionellen Gründen, sondern auch, weil Kendo eine Kampfsportart ist, deren Bewegungen strikt einzuhaltende
Grenzen gesetzt werden müssen. Der Trainings-/Kampfpartner soll nicht vernichtet werden, sondern es soll stets mit dem Gefühl der Achtung und des Dankes ihm gegenüber trainiert werden,
denn durch ihn wird die eigene Ausbildung unterstützt - und darüber hinaus ist er ein Sportfreund!
Auch dem Dojo gegenüber, also dem Ort, wo man seine Ausbildung erhält, ist es notwendig, die Etikette zu wahren und die ursprüngliche Würde dieser Räumlichkeit zu achten.
- Beim Betreten oder Verlassen des Dojo verbeugt sich der Kendoka grüßend vor dem Dojo und den Anwesenden.
- Ein Kendoka verbeugt sich am Anfang und am Ende jeder Übung vor seinem Gegner.
- Ein Kendoka raucht, ißt und trinkt nicht im Dojo, wenn er dazu nicht aufgefordert wird.
- Ein Kendoka trägt im Dojo keinen Hut und verhält sich dem Ort angemessen, er albert z.B. nicht herum oder flätzt sich locker auf dem Boden.
- Wenn Kendoka Rüstung tragen und auf dem Boden des Dojo sitzen, ist es Sitte, daß man hinter ihnen vorbeigeht.
- Ein Kendoka schreitet nicht über ein Shinai oder eine Rüstung.
- Ein Kendoka berührt niemals das Shinai eines anderen während einer Übung oder eines Kampfes und vermeidet nach Möglichkeit Berührungen
der Rüstung eines anderen Kendoka.
- Im allgemeinen sitzen die Kendoka mit den niedrigeren Graden den Yudansha (höher Graduierten) gegenüber oder zu ihrer Rechten.
- Bei einer Übung wählt der Kendoanfäger seine Position so, daß er den Yudansha das Gesicht zuwendet. Gleiches gilt gegenüber einem erläuternden Lehrer.
- Im Übungsraum steht der Schüler und wartet auf die Instruktionen des Lehrers.
- Löst sich ein Teil der Rüstung, muß die Übung unterbrochen werden. Der Partner bleibt in seiner Position, während der Fehler behoben
und abschließend überprüft wird. Ein beschädigtes Shinai kann für den Partner durch Splitter außerordentlich gefährlich
werden und darf auf keinen Fall mehr benutzt werden.
- Die Übungen sollen konzentriert, unabgelenkt und mit innerem Ernst durchgeführt
werden. Schwatzen während des Trainings ist unhöflich und ablenkend.
- Flüche und Schimpfwörter jeglicher Art haben im Dojo nichts zu suchen.
- Jeder Kendoka hat Fehler, an denen er üben muß. Sich über mißlungene Übungen oder Kämpfe zu ärgern, ist unangebracht
und unhöflich dem Partner gegenüber. Ein Kendoka gewinnt und verliert stets mit Würde.
- Außer bei den Übungen haben die Schüler die Lehrerseite zu meiden.
"nyumon" (einführung)
Das japanische Wort "Nyumon" wirkt auf den ersten Blick - auch
für Japaner - sehr förmlich. Dieser Ausdruck stammt aus der zen-buddhistischen
Lehre und bedeutet soviel wie "der Eintritt in den Weg Buddhas"
(Nyu= eintreten, Mon=Tor).
Es geht dabei nicht um Vergnügen, sondern um eine Ausbildung. In Japan wird dieses Wort heute zur Einführung von Anfängern in eine Budo-Disziplin benutzt, da damit die gesamtmenschliche
Ausbildung erfaßt wird. Im Gegensatz zu früheren Drillmethoden kann sich heute jeder seinen eigenen Maßstab setzen, so daß die Zahl der Frauen und auch Kinder im Training stetig
zunimmt.
Auch wenn die Dojos nicht immer wunschgemäß eingerichtet sind und
es manchmal an guten Übungsleitern fehlt, kann man mit der Bereitschaft und
dem Willen zu hartem Training sowie der nachträglichen Reflexion über
den Kampf auch unter schlechten Bedingungen gute Erfolge erzielen.
(Aus: J. Sasamori/G. Warner, Das ist Kendo... die japanische Fechtkunst, Berlin 1994. K. Ando/K. Oshima, Kendo: Lehrbuch des japanischen Schwertkampfes, Berlin
1993.)
einige kommandos im kendo
angrüßen / abgrüßen
| Chakuza |
 |
hinsetzen |
| Kote-Men-Tore |
Kote und Men ablegen |
| Seiza |
gerades, "richtiges" sitzen |
| Mokuso |
meditieren |
| Mokuso-Yame |
Meditation beenden |
| Rei |
verbeugen |
schläge / techniken
| Suburi |
 |
Schlagübungen mit Shinai oder Bokuto (Holzschwert) |
| Joge-Buri |
gerade Auf- und Abbewegungen mit dem Shinai |
| Naname-Buri |
diagonale Auf- und Abewegungen mit dem Shinai |
| Heia-Suburi |
Men-Schläge im Vorwärts- und Rückwärtsspringen |
| Men-Uchi |
Schlag zum Kopf |
| Sayumen-Uchi |
seitlicher Schlag zum Kopf |
| Kote-Uchi |
Schlag zum Handgelenk |
| Do-Uchi |
Schlag zum Rumpf |
| Tsuki |
Stich zur Kehle |
| Kiri-Kaeshi |
Wiederholen seitlicher Men-Schläge |
| Uchikomi |
Schnell aufeinanderfolgende Schläge nach einem
festen Muster |
| Keiko |
Training, Übung, Übungskampf |
| Ji-Geiko |
Freistil-Kampftraining |
| Kakari-Geiko |
intensives Angriffstraining |
| Shiai-Geiko |
Wettkampf |
haltungen / kamae
| Osame-To |
 |
Shinai zurückstecken |
| Tei-To |
Shinai mit langem Arm seitlich halten |
| Kamae-Te |
Haltung mit Shinai einnehmen |
| Chudan-no-Kamae |
Mittelkampfhaltung |
| Jodan-no-Kamae |
Kopfkampfhaltung |
| Gedan-no-Kamae |
Kniekampfhaltung |
| Hassano-no-Kamae |
Seitkampfhaltung |
allgemeines
| ai- |
 |
alle |
| Hidari |
links |
| Migi |
rechts |
| Hajime |
anfangen |
| Yame |
aufhören |
| Kiai |
Kampfschrei, Herz-Geist-Schrei |
| Ki-Ken-Tai-Ichi |
Geist-Schwert-Körper-Einheit |
| Tenouchi |
korrektes an- und entspannen der Hände beim Schlag |
| Mae |
vor |
| Ushiro |
zurück |
| Uchidachi |
Lehrer, Lehrer-Seite |
| Shidachi |
Schüler, Schüler-Seite |
| Seiretsu |
aufstellen |
ausrüstung
| Shinai |
 |
Kampfschwert aus Bambus |
| Bokuto |
Holzschwert für die Kata |
| Kodachi |
Holzkurzschwert für die Kata |
| Hakama |
Hosenrock |
| Gi |
Trainingsjacke |
| Tenugui |
Schweißtuch, das unter dem Men getragen wird |
| Men |
Helm |
| Kote |
Handschuhe |
| Do |
Brustpanzer |
| Tare |
Hüftschutz |
kampfrichterkommandos
| Hajime |
 |
Beginn/Wiederbeginn des Kampfes |
| Yame |
Ende oder unterbrechung des Kampfes |
| -Ari |
gültiger Treffer |
| Nihonme |
Wiederbeginn des Kampfes nach einem gültigen
Treffer (Ippon) |
| Shobu |
Wiederbeginn des Kampfes, nachdem beide Kämpfer
einen Ippon erzielt haben |
| Encho |
Beginn einer Verlängerung |
| Ippon-Gachi...Shobu-Ari |
Sieg mit einem Punkt |
| Fusen-Gachi...Shobu-Ari |
Sieg ohne Kampf |
| Hikiwake |
Unentschieden |
| Jogai Hansoku Ikkai |
Erster halber Strafpunkt nach einer Regelwidrigkeit |
| Jogai Hansoku Nikai |
Zweiter halber Strafpunkt (gefolgt von einem Ippon-Ari) |
| Shinai Otoshi |
Fallenlassen des Shinais |
| Boryoku |
Mit groben und gewalttätigen Mitteln kämpfen |
| Gogi |
Beratung der Kampfrichter |
| Ippon-Ari |
Ein Punkt wird nach zwei Strafpunkten gegeben |
| Tsubazeriai Chui Ikkai |
Erster viertel Strafpunkt für untätiges
Kämpfen |
| Tsubazeriai Chui Nikkai |
Zweiter viertel Strafpunkt (gefolgt von einem Hansoku
Ikkai) |
die zahlen
| 1 Itchi, 2 Ni, 3 Ssan, 4 Schi, 5 Go, 6 Roku, 7 Schitschi,
8 Hatschi, 9 Kju, 10 Dschu. |
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